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Medienbericht vom 29. November 2004

Aargauer Zeitung

Träume wurden Wirklichkeit

Jubiläumskonzert der Jmanuel und Evamaria Schenk-Stiftung

Kurt Buchmüller

Mit den Worten: «Träume werden wahr, wenn wir an sie glauben» überbrachte Regierungsrat Rainer Huber die Gratulationsgrüsse der aargauischen Regierung. Das Merkmal dieser zehn Jahre Schenk-Stiftung sei die Qualität in der Förderung des musikalischen Nachwuchses. Die Bestätigung dafür liege in der Person von Oliver Schnyder; er sei der Beweis, dass der Traum eines begabten Musikers nach einer Solistenlaufbahn Wirklichkeit werden könne. Er war Preisträger des ersten Workshops der Schenk-Stiftung. Heute hat Oliver Schnyder als Pianist Weltruf. Er tritt demnächst in Hongkong und danach in der Carnegie Hall in New York auf. Welches Potenzial in der Nachwuchsförderung vorhanden ist, zeigte eindrücklich das Jubiläumskonzert.

Traumhafte künstlerische Kompetenz

Stiftungsratspräsident Raimond Oswald würdigte die Idee der Stifter und deren Grosszügigkeit. Die Partnerschaft mit der UBS habe sich die ganze Zeit über bewährt. Zwei der drei Gewinner des diesjährigen Workshops legten am heutigen Konzert die Prüfung für das Solistendiplom ab, die Jury sei anwesend.

Begleitet vom Sinfonieorchester der Zürcher Hochschule für Musik und Theater unter der Leitung von Marc Kissóczy eröffnete Davorin Brozic mit dem Klarinettenkonzert in Es-Dur von C. M. Weber den Abend. Er überzeugte mit einer ausgeprägt modulationsreichen Tongebung, gepaart mit musikalischer und technischer Kompetenz.

Danach spielte Minna Pensola das Violinkonzert in d-Moll von Jean Sibelius. Dessen virtuose Raffinessen meisterte sie mit gelassener Leichtigkeit. Jessica Mehling führte mit einem Violinkonzert von Einojuhani Rautavaara in die Klangwelt der zeitgenössischen Musik. Mit dem Orchester entspann sich ein mit reichen Klangfarben gesättigter Dialog in akzentreicher Sprache.

Oliver Schnyder interpretierte zum Abschluss das Klavierkonzert in a-Moll von Eduard Grieg. Die schon zu Beginn aufgebaute Spannung hielt er durch bis zum Schluss. Im Hochschulorchester hatte er einen geschmeidigen, steigerungsfähigen Partner mit reich­ haltigem Instrumentarium. Der Moderator Andreas Müller-Crepon bezeichnete die Intonation als «dramatisch». Dem ist nichts beizufügen.

 

Dieser Bericht ist gleichentags auch im Zofinger Tagblatt erschienen.